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Jazz
im Philharmoniekonzert
Nach
dem großen Erfolg der Teil-Reihe B der Philharmonischen Konzerte in
der vergangenen Spielzeit unter dem Titel "Jazz in Moz-Art"
hat sich die Jenaer Philharmonie
entschlossen auch in der Spielzeit 2001/2002 den Jazzfreunden zwei
Konzerte der B-Reihe zu widmen. Am 25. Oktober begrüßt Sie dazu
das in der ganzen Welt gerühmte Turtle Island String Quartet. Das
Quartett wurde 1986 gegründet und hatte noch im gleichen Jahr im
kalifornischen Oakland seinen ersten öffentlichen Auftritt. Bei der
Namensgebung griffen die Mitglieder Anregungen aus der
Schöpfungsmythologie der indianischen Folklore Nordamerikas auf.
Das Turtle Island String Quartet verschmilzt die klassische
Quartett-Ästhetik mit Jazz und modernen Musikrichtungen, wie Funk,
R & B, Rock, Salsa u.a., überschreitet so auf höchstem
kammermusikalischem Niveau die Grenze zwischen "E"- und
"U"-Musik. Mit seinen Arrangements schlägt das Quartett
einen Bogen von Bach und Vivaldi bis zu Bernstein, Chick Corea oder
Dave Brubeck. Neben Arrangements haben Ensemblemitglieder - vor
allem David Balakrishnan - eigene Kompositionen zum Repertoire
beigesteuert. Das Konzert wird durch ein Recital des Turtle
Island String Quartets eröffnet, nach einer Pause geht es weiter
mit Gershwins "An American in Paris" und Bernsteins
"Sinfonische Tänze aus West Side Story". Nach einer
weiteren Pause folgen "Interchange" von Jeff Beal für
Jazz-Quartett und Sinfonieorchester sowie "Little Mouse Jumps"
von David Balakrishnan. Das Konzert im Volkshaus
beginnt um 20:00 Uhr.
Spielzeiteröffnung
Unter dem Motto "Triumph der Provinz" startet das
Theaterhaus Jena am 18. Oktober mit "Kasimir und Karoline" in
die neue Spielzeit. Lärm, Musik und Bunte Lichter: das
Münchener Oktoberfest ist in voller Fahrt - die Stadt im Fieber.
Kasimir hat wieder Arbeit: er muss seinen Schmerz ersäufen, derweil
fährt Karoline lieber Achterbahn. Der Merkl Franz prügelt seine
Erna, aber nur ein wenig und nur so zum Spaß, es ist ja
Oktoberfest. Der Schürzinger frisst ein Eis nach dem anderen, er
hat ja sonst keinen. Obschon, Kasimir und Karoline fetzen sich,
vielleicht wird da jemand frei... Die Spielzeiteröffnungspremiere
mit dem Stück von Ödön von Horvath findet um 20:00 Uhr auf der
Hauptbühne statt. Am 20. Oktober folgt dann mit "Morgen war
gestern schon" die zweite Inszenierung des Jugendtheaterclubs
am Theaterhaus Jena.
Der Traum ist aus
An unzähligen Mauern finden sich die Graffitis "Macht kaputt,
was euch kaputt macht" oder "Keine Macht für
niemanden". Starke Sprüche einer starken Band: Ton Steine
Scherben. Die Band, selbst wichtige Stimme unter den linken,
kapitalismuskritischen Stimmen, lieferte die Musik für alle, die
ihr Unbehagen am Staat, am Konsumwahn, an Macht und Faschismus
artikulieren wollten. Der Regisseur Christoph Schuch versucht mit
Fragmenten aus alten Scherben-Aufnahmen und Gesprächen mit den
Musikern eine Antwort auf die Frage "Was hat die Band bewirkt,
was ist geblieben" zu finden. Der Film läuft vom 18. bis 24.
Oktober im FILM e.V. Jena.
Claudia Luthardt
Nach
langer schwerer Krankheit ist Claudia Luthardt, Intendantin der
Jenaer Philharmonie, am 2. Oktober verstorben. Claudia
Luthardt erhielt ihre erste musikalische Ausbildung an der
Musikschule "Max Reger" in ihrer Heimatstadt Sondershausen
in den Fächern Musiktheorie, Violoncello und Klavier. Von 1975 bis
1980 studierte sie an der Hochschule für Musik "Franz
Liszt" in Weimar Violoncello. Es folgten Engagements an der
Staatskapelle Weimar, am Landessinfonie-Orchester Thüringen und im
Orchester des Meininger Theaters als Orchestermusikerin. Mit Beginn
des Jahres 1990 stand sie dem Orchesterbüro in Augsburg vor und
beendete dort ihre Tätigkeit im Jahre 1993 als Geschäftsführerin
des Philharmonischen Orchesters. Im Mai 1993 wechselte sie als
Orchesterdirektorin zu den Bochumer Symphonikern, wirkte in dieser
Funktion als Managerin, Chefin der Administration und zeichnete für
eine ausgedehnte Reise- und Tourneetätigkeit im In- und Ausland
verantwortlich. Seit 1997 war sie überaus erfolgreich als
Intendantin der Jenaer Philharmonie tätig. Amtierender Intendant
ist Andreas S. Weiser.
Circus Tasifan & Imaginotti
Wohl die meisten bewundern das Leben von Künstlern und Akrobaten,
die Perspektive auf die Umgebung aus dem Zigeunerwagen. Mit dem
Circus Tasifan & Imaginotti bietet sich für Kinder zwischen 8
und 14 Jahren jetzt die Gelegenheit: Eine ganze Woche lang haben
Mädchen und Jungen die Möglichkeit, als Akrobaten, Clowns, Fakire,
Jongleure, Musiker und Einradfahrer ein eigenes Zirkusprogramm
einzustudieren. Die Imaginata lädt dazu vom 15. bis 21. Oktober in
die Johann-Gutenberg-Schule in der Friedrich-Wolf-Straße 2. Am 20.
und 21. Oktober findet dann in der Tonhalle im Umspannwerk die
Aufführung des Programms statt. Die Teilnahmegebühr für den
Workshop beläuft sich - bei ganztägiger Betreuung - auf 70,00 DM.
Die Anmeldung ist noch bis zum 21. September unter Telefon
03641/889920 möglich.
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